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Lage der Erzgänge

Struktur der Erzgänge

Die Struktur der Erzgänge und ihrer Lagerungsverhältnisse sind sehr unterschiedlich. Die Mächtigkeit der Erzgänge schwankt von wenigen Milimetern bis maximal neun Metern. Am häufigsten sind Mächtigkeiten von 10 bis 50 cm. Horizontal sind die Erzgänge von einigen hundert Metern bis auf 15 km zu verfolgen. Sie sind bis auf eine Tiefe von etwa 800 Metern aufgeschlossen worden. Schon seit altersher werden im Freiberger Lagerstättenbezirk die Gänge nach ihren Streichen unterschieden:

Stern Himmelsrichtungen

Stehende Gänge: 
 N-S bis NO-SW
Flache Gänge: 
 N-S bis NW-SO
Spatgänge: 
 O-W bis SO-NW
Morgengänge: 
 O-W bis NO-SW

 

 

 

 


Richtungstafel Richtungstafel

Richtungstafeln historischer Erzstollen

Gewisse Unregelmäßigkeiten der Gangausbildung verkomplizieren vor Ort oft die Arbeit der Bergmanns. Die Mächtigkeit eines Erzganges kann sich auf geringer Distanz schnell veringern und vergrößern. Ein Gang kann sich zerschlagen, d.h. er zerlegt sich einzelne Gangtrümer. Gänge können sich kreuzen oder scharen(vereinigen). Die Veränderung der Lagerungsverhältnisse brachte oft eine Änderung der Erzführung mit sich. Auch aus dieser Tatsache heraus werden die Schwankungen im Silberausbringen vieler Gruben in den vergangenen Jahrhunderten verständlich.

 

Lageplan der Erzgänge in Brand-Erbisdorf

Lageplan der Erzgänge

 

Querschnitt der Grube Menden Schacht

Junge Mordgrube Stehender

Junge Mordgrube Stehender

Mendenschacht - Leander Stehender

Mendenschacht - Leander Stehender

 

Erzgänge mit anfänglichen Abbauverfahren

Anfänglich wurden die Erzgänge an der Oberfläche entdeckt. Beim Abbau wurde allmählich tiefer gegraben.

Erdschicht

Erläuterung:

1. Erzgänge ohne oberflächliche Anzeichen, verdeckt, mit reichem Erz (schwarz)
    gleich unter dem Ackerboden
2. Erzgang erschürft, dabei Feststellung der Streichrichtung
3. Tagebaue im Streichen des Ganges
4. ältester Tiefbau mit Handhaspelschicht im Erzgang

A. Oxidationszone
B. Zementationszone
C. unverwitterte Zone

 

3D-Querschnitt eines Stollenmodells mit Erzgang

Um an tieferliegende Erzgänge zu gelangen, mussten Schächte und Stollen in den Berg gehauen werden. Dabei erwies sich das Wasser als Hauptproblem.

Schnittstollen

Erklärung zum Bild:
Zwei Stollen (St1, St2), acht Schächte (S1 bis S8) und drei Erzgänge (E1-E3) in einem schematischen Blockbild, Stolln 1 hat allen acht Schächten Wasserabfluß in höherem Niveau gebracht. Stolln 2 hat Stolln 1 bei den Schächten S1 bis S4 enterbt, d.h. tieferen Wasserabfluß gebracht, wird in Richtung auf die Schächte S5 bis S8 vorgetrieben und erwirbt dabei Abbaurecht an dem neu entdeckten Erzgang E2.

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